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Hallo und herzlich Willkommen

Hallo und herzlich Willkommen.

Hier sind alle gern gesehen die anders denken als Andere.

Ich werde in den nächsten Tagen und Wochen, versuchen mit Texten und Eindrücken aus meinem Leben, Euch zu verstehen zu geben, warum Oberflächlichkeit gerade gar nicht mehr angesagt ist.

 

2 Kommentare 24.7.08 22:05, kommentieren



Warum ich das hier mache?

Liebe Gäste,

sicherlich fragt sich ein jeder das ein odere andere Mal warum sich irgendjemand, in dem Fall ich, sich hinsetzt, und anfängt einen "Blog" zu füllen, mit Texten, Fotos, Gedichten, was auch immer einem einfällt.

Mir ist im letzten Jahr mit das Schlimmste Erlebnis widerfahren, was einem Menschen auch nur passieren kann.

Ich habe meinen Sohn Tim zur Welt gebracht, 5 Tage später hat Tim sich überlegt, das er doch lieber wieder ein Engel sein möchte und hat sich auf den Weg zu seinem Stern gemacht.

Deswegen eine Bitte an alle Leser, wenn Ihr der Meinung seid, dass es nicht Lohnensert oder redenswert sei, über ein Verstorbenes Kind zu sprechen dann nehmt Euch die Zeit, lest Euch die Texte durch und versucht Euren Verstand einzuschalten.

Vielleicht gelingt es mir tatsächlich, mit einigen Schilderungen und auch mit dem Tagebuch, welches ich für meinen Sohn anlegen werde, einigen Leuten die Augen zu Öffnen für sensible Themen. Selbstverständlich soll man sich nicht den ganzen Tag den Kopf zermartern was alles gut und was alles schlecht ist hier in dieser Welt, allerdings denke ich, das es Themen gibt, die man ruhig mal anschneiden darf. Die im normal Fall in der Kneipe nebenan halt eben nicht angesprochen werden.

Ich würde mich freuen, wenn ein reger Austausch statt finden wird.

 

 

5 Kommentare 25.7.08 11:49, kommentieren

25.7.08 11:53, kommentieren

Begegnung des Tages

Heute habe ich mich auf der Arbeit mit einer Kundin unterhalten. Sie ist 25 Jahre alt, arbeitet in einer Apotheke, ist blond, hat ein gute Figur, von Mama und Papa ein neues Auto geschenkt bekommen. Der Schein sagt mir alles läuft prima. Im Verlauf des Gespräches erzählt sie mir, dass sie seid 7 Monaten keinen Freund mehr hat, alleine lebt. Und es würde Ihr so unendlich schwer fallen. Ich frage Sie warum warum die Beziehung auseinander gegangen ist, und Sie erzählt mir, das eine Bekannte, Ihren Freund auch toll fand, weil er halt Porsche fährt??? Da ist mir die Spucke weg geblieben? Weil er Porsche fährt? Und was macht das? Nen Guten Eindruck, sagt Sie und im gleichen Augenblick sagt sie, dass es schon wichtig sei was man für ein Auto fährt und überhaupt Materielle Dinge sind nötig. Aha, bliebt mir da nur zu sagen. Sie merke wie verdutzt ich aus der Wäsche schaute und traute sich scheinbar nicht so recht zu fragen. An Ihrem blick merkte ich deutlich Sie wollte etwas von mir hören. Ich habe ihr erzählt, dass ich noch vor drei Jahren genauso gedacht habe. Soll heißen, hätte man mich vor drei Jahren gefragt wie meine Prioritätenliste ausschaut dann hätte ich wie folgt geantwortet: 1. Arbeit (damit verbunden bitte sehr gute Entlohnung) 2. Arbeit (damit immer noch verbunden sehr gute Entlohnung) 3. ??? 4. Mein Mann und meine Familie Mein Leben war ausgerichtet, immer Liquide zu sein, zu jeder Zeit, an jedem Ort mit spielen zu können, egal um was es geht. Wollen wir shoppen gehen, na klar was wollen wir denn alles kaufen? wollen wir essen gehen? ins kino? urlaub? neues auto? was auch immer ich war dabei. und es hat mich glücklich gemacht. Die Probleme der anderen habe ich nicht im geringsten an mich ran gelassen. Oh Dich hat Dein Partner verlassen ? Macht doch nichts, kommt bald der nächste. Oh Du hast eine Krankheit? Kein Problem such Dir nen guten Arzt der wird Dir helfen. Ich hatte immer eine Antwort parat und um ehrlich zu sein, wenn ich so darüber nachdenke, war ich ganz schön mies. Na klar ich hab mir die Sorgen und Ängste der Anderen angehört aber einen ganz wesentlichen Faktor außer acht gelassen. Ich habe Sie mir nicht zu HERZEN genommen. Und dann kam das schier unfassbare. Unser Sohn war gestorben. Auf einmal wachte ich auf und die Welt in der ich mich vorher befunden habe, war nicht mehr die selbe. Ich verspürte einen Schmerz, den kann man nicht beschreiben. Dieser Schmerz kostet einen Menschen so unendlich viel Kraft, das man gar nicht weiss wo man diese Kraft wieder her holen soll. Wo kann man neue kaufen??? Niergendswo kann man neue Kraft "kaufen". Man muss versuchen sich aus den kleinen Dingen, die das Leben zur Verfügung stellt, neue Kraftreserven aufzubauen. Problem dabei ist, man muss offen sein für diese kleinen Dinge. Man muss sie sehen, hören, fühlen, erkennen. Kein leichter Prozess aber mit Gewissheit kann ich sagen, das klappt. In meiner Zeit der Trauer sind mir viele neue Leute begegnet, die ich wahrscheinlich vor diesem "Vorfall" nicht wahr genommen hätte. Die Leute geben mir unendlich viel Kraft, und meine alten Freunde sind mir auf einmal fremd. Ich habe gelernt, Oberflächlichkeiten zu sehen und nicht mehr darauf einzugehen. Ich für meinen Teil versuche die wichtigen Dinge des Lebens zu beachten. Gestern z.b war ich bei der Uroma meiner Tochter. Sie wird durch meine Schwiegermutter gepflegt, kein leichter Job, wenn man bedenkt, dass diese auch noch meine Tochter hütet. Und ich sitze mit dieser alten Frau am Tisch, der eigentlich keiner mehr zu hört, weil sie halt so alt ist, und sooo vergesslich und sie fragt mich: mein kind wie geht es dir? und ich traue mich zum ersten mal seid langem zu sagen: oma mir geht es echt beschissen. mit großen, alten, müden augen schaut sie mich an und fragt: warum mein kind? und ich antworte ihr wie sehr mir mein sohn fehlt, und wie unglaublich ungerecht ich diese welt hier finde. und das meine trauer noch so präsent ist und mich das alles wider einholt. sie sagt nicht, sie nimmt einfach meine hand, und schaut mir in die augen. mit einer ruhe und einer geborgenheit das es fast schon wieder schaudrig ist. nach einer weile der stille sagt sie: mir fehlt mein urenkel auch, zu gerne hätte ich ihn kennen gelernt und auch dieses kleine bürschen hier mit deiner tochter spielen sehen. und sie hat eine träne im auge. sie sagt aber auch: wir haben das buch des lebens nicht geschrieben, es ist wie es ist, wir müssen versuchen es zu akzeptieren. und in diesem moment hätte ich alles dafür gegeben, ihr alter zu haben. denn aus diesen worten spricht die weisheit. sie hat recht. all das habe ich heute versucht dieser besagten kundin mit auf den weg zu geben, sie hat sich bestimmt eine stunde in unserer firma aufgehalten. am ende sagte sie, sie werde versuchen nicht mehr so auf äuserliche sachen zu achten und die materiellen dinge, materielle dinge sein zu lassen. ich habe ihr viel glück gewünscht und sie hat mich gebeten in naher zukunft mal einen kaffee mit ihr trinken zu gehen. ich denke diesen wunsch werde ich ihr erfüllen, so bald es mir und meinen nerven wieder etwas besser geht.

4 Kommentare 25.7.08 21:03, kommentieren

die Sache mit dem lieben Gott....

Seit Wochen schwiert mir dieses Thema mit dem "lieben" Gott durch den Kopf. Ich denke es wird Zeit, dass ich da nochmals genauer drüber nachdenke. Eine andere kluge Schreiberin hat mal geschrieben, dass die Interpretation "lieber" Gott eine völlig falsche sein, als ich gerade mal wieder dabei war, zu verzweifeln. Warum verzweifeln? Wenn einem etwas widerfährt, womit man im Leben nicht gerechnet hätte, dann fragt man sich doch ziemlich schnell, wer dafür zuständig ist. Ich denke es scheint eine Krankheit der Menschheit zu sein, das wir für alles und jedes Bisschen einen "Schuldigen" haben wollen und so lag es in meinem Fall doch nahe zu behaupten: Der "liebe" Gott hat mir meinen Sohn genommen. Ah ja, aber genau in diesem Satz steckt doch schon der totale Unsinn. Lieb und Böse in einem, wie soll das Funktionieren? Wenn es der Liebe Gott wäre, dann wäre mir diese Erfahrung wahrscheinlich ersparrt geblieben. Als nur schlecht möchte ich "Gott" aber auch nicht dar stellen, denn ich habe im meinem Leben auch schon Glück gehabt, so habe ich doch eine gesunde Tochter an meiner Hand, einen angenehmen Ehemann, denn man zum größten Teil auch auf die Menschheit lassen kann, ich habe ein schönes zu Hause, ich habe einen Job.... Bei all dem kommt man schon mal ins wanken, wenn man dann doch wieder niedergeschlagen ist und einfach alles zum kotzen findet. Ich war einmal so frei und habe in meinem Leben die positiven und negativen Dinge gegenübergestellt und erschwerend mußte ich feststellen, dass sich die Seiten die Waage halten. Also eigentlich alles klar. Wäre da nicht dieser enorme Schmerz, Trauer, die immer und immer wieder alles über den Haufen bringt und mich immer und immer wieder zu tiefsten Gedankenwirrwarr führt.... Bin ich überhaupt gläubig? Ok auf meiner Steuerkarte steht geschrieben, römisch-katholisch, ich habe auch eine Hochzeit in weiß mit Kirche und Pfarrer verbracht, mein Sohn wurde mit katholischen Pfarrer beerdigt (komischer Weise war mir das sehr wichtig) und kurze Zeit darauf verspürte ich den unheimlichen Drang meine Tochter katholisch taufen zu lassen (was wohl an der nicht statt gefunden Nottaufe meines Sohnes lag) ...Und immer denke ich daran meinen Pfarrer zu fragen, warum ausgerechnet wir ausgesucht worden sind, dieses Leid zu tragen.... Dann kommt aber wieder die Wende wo ich sage, laß Gott Gott sein, Du hast Dein Leben bisher selber in die Hand genommen, bist eigenverantwortlich für Dich und Deine Familie und ganz ehrlich gesagt, wenn ein Freund mich so behandeln würde wie Gott es tut, dann hätte ich diesem die Freundschaft gekündigt. Aber wofür, wenn doch alles in der Waage ist? Die negativen Dinge überwiegen natürlich. Oder bin ich gerade im Moment näher am Glauben, als ich es jemals gewesen bin???? Denn bisher habe ich an ein Leben nach dem Tot nicht geglaubt. Allerdings jetzt, wo ich einen Sohn dort oben habe (auch so eine verrückte Sache, gibt es Engel und sind sie oben??? oder sind sie vielleicht doch eher unten? WAR unten nicht eigentlich der Teufel? und wer überhaupt ist der Teufel? ) glaube und hoffe ich ganz fest daran das ich meinen kleinen Kacki eines Tages doch noch mal ganz fest in meine Arme schließen kann und ihm von Angesicht zu Angesicht sagen darf, wie sehr ich ihn liebe und wie unendlich stolz ich auf ihn bin. Fragen über Fragen und ich hoffe inständig, dass ich zu diesem Thema irgendwann mal meine Ruhe finde. An einem Tag wo ich mal wider keine Ruhe habe, habe ich mich mit meinem ehemaligen Chef unterhalten. Dieser ist Türke und sehr streng gläubig. Er teilte mir mit, dass die Kinder für die Sünden der Eltern gerade stehen würden. Wums, das hat gesessen, denn dann hätte ich ja mordsmäßig was angestellt, wenn mein Sohn dafür sterben mußte. Das hab ich ihm auch gesagt, und er meinte, wenn Kinder nach der Geburt sterben, dann sei das was anders. Sie hätten einen anderen "Job". Was er vielmehr damit sagen wollte, dass ich zum Beispiel mit meiner Herzkrankheit für die Sünden meiner Eltern gerade stehen würde. Ich habe lange über diesen Satz nachgedacht und bin ganz eindeutig zu der Entscheidung gekommen, dass doch so einiges wahres in diesem Satz liegt. Mein Vater ein Kollericker vor dem Hern, und ich immer krank. Ich weiss nicht, wievielen Leuten er unrecht getan hat, aber eins weiß ich: zweimal Mandelentzündung, doppelseitiger Leistenbruch, beidseitige Ohrspeicheldrüsenenentfernung wegen gutartigem Tumoren, schwere Herzrythmusstören, die nunmehr zu Herzkammerflimmern führen, und eine schlecht beschaffene Uteruswand kommen nicht von ungefähr. Früher habe ich immer gescherzt und gesagt ich sei ein "Montagsmodell" seid diesem Gespräch denke ich allerdings doch ein wenig anders darüber. Mal sehen vielleicht ruf ich meinen Pfarrer doch noch mal an und werde ihn zu dem ein oder anderem Thema befragen. Vielleicht kann er mir noch ein paar Denkanstöße mit auf den Weg geben.

5 Kommentare 26.7.08 20:01, kommentieren

Warum in die Ferne schweifen wenn das Glück doch scheinbar so nah ist....

Heute ist Sonntag. Für mich bedeutet Sonntag Familientag und genau an diesem Tag versuche ich meiner Tochter einen ganz besonderen Tag zu bescheren, denn in der Woche, hat sie auf Grund meiner beruflichen Tätigkeit nicht all zu viel von mir.... Normalerweise versuche ich Sonntags immer einen Ausflug zu planen, z.B. Streichelzoo, schwimmen gehen, Zoo, was halt so anfällt. Alles Dinge, die Geld kosten. Normaler weise stellt das kein Problem dar. Diesen Sonntag schon, weil dieser Monat irgendwie extrem lang war und halt kein Geld mehr da ist.... Da sitz ich also hier und überlege was ich mit meiner Tochter doch alles schönes anstellen kann. Sicherlich Spielplatz wäre eine super Alternative, wenn diese pralle Sonne nicht dar wäre.... Da fällt mir kurzer Hand ein, nimm doch die Badewanne von Leni, laß ihr kaltes Wasser ein und lass sie planschen... Gesagt und auch schon ausgeführt....Ich hatte für mehr als 1,5 Stunden das liebste Kind.....Da sitze ich also auf dem Balkon und meine Tochter planscht so vor sich hin, mit einer Geräuschkulisse, die mir das Herz öffnet, und denke mal wieder so vor mich hin..... Wir werden zum Materialismus erzogen...So wie ich meine Tochter nunmehr immer Sonntags verwöhne und somit vielleicht ein Stückweit verziehe, so geht es doch in vielen Sachen. Ja wir können das Planschbecken raus holen und zu Hause planschen, wir können auch Eis im Supermarkt kaufen und zu Hause eine Eisschlacht veranstalten.....Auch wir können zu Hause selber Burger braten und ne Krone basteln....Wahrscheinlich haben unsere Kinder sogar mehr davon, denn sie gestalten diesen Tag mit den Eltern gemeinsam, alle sind produktiv und nicht vielleicht genervt weil man vielleicht ins Freibad gegangen ist und jeder eine andere Erwartung von einem Freibadtag hat (Kind möchte gerne viel planschen, Vater will Technikzeitung lesen und Mutter möchte doch einfach in Ruhe auf der Liege liegen und genießen...) Was möchte ich damit sagen, laßt uns doch versuchen, mit den kleinen Dingen des Lebens uns und unseren Kindern was gutes für die Seelen zu tun. Denn wenn ich ganz ehrlich bin, fühle ich mich heute bedeutend besser als wenn ich der Konsumgesellschaft mal wieder nicht stand gehalten hab und "Umsummen" für irgendwas ausgegeben habe.... Und meine Tochter, freut sich sowieso, warum??? Weil sie die Nähe und die Geborgenheit Ihrer Eltern liebt und zu schätzen weiß. Und so sollte es doch sein oder?

27.7.08 19:39, kommentieren

HÄT und WENN und ABER alles nur GELABER

wer kennt es nicht. die quälenden fragen, was wäre gewesen wenn ich das und das anders gemacht hätte. wie wäre mein leben oder eine bestimmte sache dann verlaufen??? für mich und meinen konkreten fall heißt das: jeden verdammten langen tag lang, seid ein paar monaten, frage ich mich, was wäre gewesen, wenn tim diese schlimme nacht im krankenhaus geschafft hätte. wie wäre mein leben als zweifache mama? wäre mein sohn behindert, ja vielleicht schwerst behindert gewesen? hätte er sich gut entwickelt? hätte ich ihn vielleicht mehr geliebt als meine erstgeborne? wäre ich jetzt auch so ne klucke, weil es ja ein früchen gewesen ist? oder in eine andere richtung. was wäre passiert wenn ich in dieser letzten nacht, nicht nach hause gefahren wäre, sondern bei meinem sohn geblieben wäre. hätte er dadurch die kraft gehabt weiter zu kämpfen? hätte ich ihn auf seinem letzten weg belgeitet, mit würde, so wie es ihm zugestanden hätte. hätte ich ihm auf meinen armen mit einem wunderschönen lied zu seinem stern begleiten können? und wie wäre meine trauer denn dann jetzt? wäre sie anders? würde ich mich vielleicht besser fühlen, weil ich 1320 gramm pures, unendlich süßes, leben in meinen armen gehalten hätte und ihm meine unendliche liebe hätte spüren lassen? würde ich mir dann nicht die frage stellen, ob er mir mein verhalten verzeihen kann? oder vielleicht schon verziehen hat. oder gibt es vielleicht gar nichts zu verzeihen? war vielleicht alles genau richtig, wie ich es gemacht habe, denn schließlich und endlich sagte dieser verdammte arzt am telefon doch, es würde ca. 2 stunden dauern, bis er von den medikamenten weg und dann von uns gehen würde. hallo 2 stunden...wir waren innerhalb von weniger als einer stunde da und was war er war schon tot. 20 kurze minuten nach dem anruf von diesem arzt.wollte tim seine mutter nicht leiden sehen. wollte er nicht, dass ich an dieser situation völlig zerbreche? ist er mir eindeutig voraus, weil er eben nicht egoistisch gehandelt hat, sondern sehr verantwortungsbewußt, wie ein erwachsener es eigentlich handhabt. er ist einfach gegangen ohne zu warten. ohne den kummer noch größer werden zu lassen? oder habe ich ihm vielleicht mit meine fliehenden art und weise gezeigt, dass man besser schnell geht, bevor es noch schwerer wird? wollte er mir nicht ein letztes mal in die augen sehen? oder hat das augen zu augengespräch einen abend vorher gereicht, wo ich ihm deutlich signalisiert habe das er gehen darf, das ich ihm nicht böse sein werde (wie könnte ich auch, ich kann doch meinem einigen sohn nicht böse sein, für die entscheidung die er trifft). seine traurigen brauen knopf augen haben mir gezeigt, was für schmerzen er erleiden muss und das all die medikamente nicht helfen und eine selbstheilung nicht mehr statt finden wird. oder waren das die augen eines verzweifelten jungen, der nicht die liebe von seiner mutter erhalten hat, die er eigentlich verdient hat (denn eins kann ich sagen, meine liebe zu meinem sohn ist unermeßlich groß ich bin so unsagbar stolz auf diesen kleinen mann, das glaubt keiner, was er durchgestanden hat, das würd so manch ein erwachsener nicht 5 tage mitmachen)..... tja und da sind wir bei dem punkt hät und wenn und aber alles nur gelaber... diese zerstörenden gedanken bringen mich nicht einen schritt nach vorne. ich muss lernen mir zu verzeihen, es ist wie es ist. und es ist auch so wie es gewesen ist. und ich kann diesen tag, diese stunden, diese woche, nicht zurückholen, auch nicht mit geld und leider auch nicht mit meinen gedanken. ich kann nur hoffen, dass ich ihn irgendwann wiedersehe und er mir in die augen sieht und sagen wir: mama ich liebe dich und ich bin stolz auf dich. du bist eine gute mutter. das ist mein größter wunsch.

3 Kommentare 27.7.08 20:45, kommentieren