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ich liebe dieses leben....

ich liebe dieses leben.....so lautet ein liedtext von einer bekannten band. den ganzen tag frage ich mich schon, daniela liebst du dein leben überhaupt? gestern war ich zu einer hochzeit eingeladen. ich durfte von anfang an dabei sein, also rathaus, ja wort, und danach fröhliche gesellschaft. es war das erste mal nach meiner eigenen hochzeit dass ich bei einer trauung wieder dabei gewesen bin und ich bin ganz ehrlich so wirklich toll hat es mir gestern nicht gefallen. dir standesbeamtin war für meinen geschmack zu lapidar in ihrer sicht auf die ehe und hat das ganze nicht so wirklich zum punkt gebracht. ja was ist denn überhaupt der punkt in einer ehe? nächste woche haben mein mann und ich 2.ten hochzeitstag und ich bin ganz ehrlich. ich würd ihn jederzeit wieder heiraten. oh ja er hat sein macken, wie zum beispiel alles stehen und liegen lassen, wo man sich gerade befindet, vergesslich sein, keine all zu große entscheidungsfreudigkeit und manchmal arg schusselig. aber er hat auch so unsagbar viele positive seiten: er teilt gerne, er freut sich so sehr wenn ich mich über etwas freuen kann, er läßt mich mein leben leben, wie ich es für richtig halte, möchte ich einen anderen job, dann unterstützt er mich, sage ich, ich geh heut abend raus, dann gibt es kein geknatsche, er hat verständnis, ist liebe voll und trotz das ich ein paar kilos zugenommen habe, wärend wir uns kennen, meckert er nicht. rund um ich bin sehr zufrieden.... und das saß ich also gestern in diesem rathaus und hörte mir die feier so an und schwebte gedanklich wieder auf meiner eigenen hochzeit, unsere standesbeamtin hat damals gesagt, wir möchten nicht vergessen, dass da nicht nur die sonnenseite des ehelebens ist, sondern auch die schattenseite und das wir genau in so einem fall bitte niemals an unsere ehe und vor allem an unserem entschluss, uns zu lieben zweifeln sollen. und da war es wieder, der gedanke....nicht zweifeln. wir haben so viel scheiss in den letzten beiden jahren mit einander durchlebt, wie so manch ein altes ehepaar sein ganzes leben nicht durchlebt. und vor lauter lauter habe ich meinem mann vor zwei wochen doch tatsächlich gesagt, wenn ihm alles zu viel sei, mit mir/ und unserer tochter, dann soll er sich doch aus dem staub machen.....das hat er zwar gehört und sich auch zu geäußert, allerdings denke ich, hat er es in irgendeine schublade verpackt...ich hoffe das kramt er nicht irgendwann wieder raus....naja da hab ich ihn dann gestern mit unserer tochter auf dieser party spielen sehen, dann kamen mir die bilder, wie sehr er um seinen sohn gekämpft hat, wie oft er mit gesagt hat das unser tim es schaffen wird, wie sehr er gelitten hat im letzten jahr und da wußte ich wieder warum ich ihn so sehr liebe. er ist so weich, so verletzlich und bietet aber trotz allem eine schulter zum anlehen. es ist ein gegenseitiges geben und nehmen und ich glaube mit recht darf ich stolz sein, auf das was ich hier zu hause habe. harmonie, ruhe und zufriedenheit. und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr weiss ich auch wie sehr ich dieses leben liebe... auch wenn es mir übel mitspielt, trotz allem darf ich das gute dabei nicht vergessen. und das sind mein kind, mein mann und meine freunde. ohne das wär ich ein haufen elend.

1 Kommentar 2.8.08 21:33, kommentieren



ich bin so sauer

heute ist so ein unglaublicher scheiss tag.... ich hab mich ja bei einer unternehmung beworben als assistentin der gf. ja mein mann arbeitet auch in dieser firma und ja ich habe eine tochter. all das steht auch in meinem lebenslauf. naja ich wurde dann zum gespräch geladen und man sagte mir, mann wolle sich bis zum letzten we bei mir melden. nachdem das natürlich nicht passiert ist habe ich heut noch mal nachgefragt und mir wurde abgesagt. begründung: ich bin mutter und mein mann arbeitet in der gleichen firma.....ach ne ehrlich... als wenn das nicht in meiner bewerbung stehen würde. darauf hin habe ich dem netten hernn gf folgende email geschrieben: ich nehme Bezug auf das geführte Telefonat mit Ihrer Mitarbeiterin Frau ..., die mir mitteilte, dass Sie sich aus zwei relevanten Gründen gegen eine Einstellung meiner Person entschieden haben. 1. Mutter 2. Ehemann im Betrieb Dazu möchte ich gerne wie folgt Stellung nehmen: zu 1.: Eine Mutter einzustellen ist Gewiss mit Risiken behaftet. Leider hatte ich bisher nicht die Chance, Sie persönlich kennen zu lernen, denn ansonsten wäre dieser Punkt für Sie nicht relevant gewesen. JA ich bin Mutter aus Überzeugung aber ich möchte meinem Kind eine gute und solvente Zukunft garantieren. Das kann und wird nur funktionieren, wenn beide Elternteile Vollzeit berufstätig sind. Dafür gibt es das Netzwerk Familie um Betreuungszeiten des Kindes zu gewährleisten (so wie es in unsere Familie auch von Anfang an gehandhabt wird). Wie im Vorstellungsgespräch schon erläutert, sind mir die in der Woche anfallenden Arbeitsstunden ( egal ob 40, 50, 60 oder 70 Stunden) egal. Denn gerade ich als Mutter weiss einen Arbeitsplatz zu schätzen, was manch einer "normalen" Arbeitnehmerin noch nicht ins Bewußtsein gedrungen ist. Mein Augenmerk liegt auf dem Wochenende, wo ich voll und ganz für meine Familie einstehen möchte. Da ich selber eine Unternehmung geführt und geleitet habe, lebe ich mit dem Bewusstsein immer mehr als "normale" Arbeitnehmer zu arbeiten. Für die meisten Menschen klingt das verrückt, für mich ist es ein Stück weit Selbstverwirklichung verbunden mit Unabhängigkeit. Ich stelle mein Wissen, meine Loyalität und meine Geduld gerne einem führenden Unternehmen zur Verfügung, egal ob als Mutter oder als weibliche Arbeitnehmerin. zu 2.: JA mein Mann arbeitet in Ihrer Unternehmung als Servicetechniker/ Eskaltationsmanager/ Bereich Technik. Sicherlich scheint die normale Mentalität eines Ehepaares sich in dem Licht darzustellen, dass man all das Erlebte zum fröhlichen Austausch bringt. In gewisser Weise gelten auch bei uns zu Hause diese Regeln, ausgenommen allerdings Firmengespräche/- Interna. Wir durften bereits schon einmal zusammen arbeiten (CHV Computer GmbH) und auch dort wurde die Regel festgelegt, Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Verschwiegenheit und Diskretion sind weder meinem Mann noch mir, ein Fremdwort, weswegen einer Zusammenarbeit für Gewöhnlich nichts im Wege steht. Ich persönlich kann mir vorstellen, dass sie durch Ihr Personal, und durch Ihre Personalentscheidungen, geprägt wurden und auf Grund dessen eine solche Entscheidung Ihrerseits nachzuvollziehen ist. Mir nehmen Sie damit die Chance, Ihnen zu beweisen, dass auch Mütter und Ehefrauen eine mehr als zufrieden stellende Arbeit leisten und garantiert nach Feierabend und anfallenden Überstunden nicht nach Ausgleich "schreien". Weiterhin nehmen Sie mir damit die Möglichkeit meine Fähigkeiten unter Ihrer Leitung zu erweitern, was für mich eine große Herausforderung darstellt. Denn alleine das Hintergrundwissen, dass Sie Ihre gesteckten Ziele immer erreichen, ist für mich Motivationsspender. Trotz allem wünsche ich Ihnen einen schönen Start in die Woche. Warum ist man als mutter 2 wahl? warum fragt man männer nicht, was machen sie denn wenn ihr kind mal krank wird? ist es nicht auch die aufgabe eines mannes sich um sein kind zu kümmern. nein, da fragt keiner nach.... warum nimmt man mir die chance auf selbstverwirklichung...ich liebe es zu arbeiten, na klar ich liebe auch meine tochter, allerdings bin ich wesentlich entspannter wenn ich beides haben kann. ich bin so unsagbar sauer, dass kann sich keiner vorstellen. echt eine frechheit und eine totale gemeinheit.

1 Kommentar 4.8.08 19:57, kommentieren

warum bin ich nie mit dem zufrieden was ich habe???

nachdenken ist mal wieder angesagt.... da sitze ich heute in meiner neuen firma und schaue so aus dem fenster. und die einzige frage die ich mir stelle, warum dieser blöde arsch von gf aus der anderen firma noch nicht auf meine mail genatwortet hat....und ich merke wie der zorn in mir kocht....und dann denke ich, mensch warum bist du nicht einfach mal mit dem zufrieden was du hast....ich überlege also ein erneutes mal diese woche was ich alles habe....ich hab derzeit zwei jobs, die alte firma kann noch nicht ohne ne sekretärin und ich bin zu lieb um sie allein blöd dar stehen zu lassen, und den neuen job.....der neue job ist ok, die mitarbeiter sind sehr nett zu mir, der chef ist frei nach dem motto: genie und wahnsinn liegen nah bei einander, und ich liebe solche chaotischen leute......also jobtechnisch alles easy....ok etwas blöd, zwischen einem job und dem nächsten hin und her zu fahren und eigentlich sollte der jobwechsel entlastung in mein leben bringen aber nun gut.... und in herr gotts zeiten warum bin ich so sauer und enttäuscht das ich den anderen katastrophen job, mit bestimmt 70 std. arbeitszeit die woche nicht bekommen habe....ist es mein gestörtes ego, welches sagt das ich scheinbar für wirklich anspruchsvolle jobs nicht geeignet bin? oder ist es doch das streben nach macht...obwohl ich eigentlich gar nicht der typ dafür bin. aber steh ich darauf doch das kommando zu haben? gebe ich gerne befehle und nehm auch gerne befehle entgegen? lass ich mich gerne wie nen arsch behandeln? denn was anders wär es wohl nicht gewesen in dieser besagten firma???? und je mehr ich darüber nachdenke desto mehr fällt mir mein verliebt sein von früher ein. je ätzender ein junge (damals waren es ja noch jungs) zu mir war desto verliebter war ich...und umso weniger wollte ich meine finger von ihm lassen....ich fand es zwar nicht wirklich toll, verabredet zu sein und dann versetzt zu werden aber irgendwie hab ich es immer wieder mit gemacht..... und auf der anderen seite kann ich so herzlos sein (also als ich 16 war hatte ich mal nen freund den ich eigentlich nicht wollte, aber er war so verliebt in mich das ich dachte ach komm, das mit der liebe kommt schon noch...)naja und wie es so ist in dem alter, man knutscht und fummelt....und als ich irgendwann das besagt stück in die "hand" nahm und es mir definitiv zu klein vor kam, schrie ich auf und sagte doch allen ernstes das er mit so nem kleinen ding nicht punkten kann und mir das zu blöd ist.....boahr bin ich ein arsch....entschuldigt habe ich mich dafür nie...ich glaub der hat bestimmt heut noch nen syndrom.... aber warum ist man so? warum beschwert man sich das man schlecht behandelt wird, wenn man scheinbar insgeheim schlecht behandelt werden will? warum bevorzuge ich einen job, wo mein privatleben keins mehr wäre, dass alles nur noch stress bringen würde, ich meine tochter nicht mehr sehen würde...aber ich will ihn trotzdem...ich fühl mich wie besessen....und ich hasse mich dafür.... ich glaub da kann mir auch ein psychater nicht mehr helfen....

2 Kommentare 5.8.08 21:13, kommentieren

bald geht der ganze horror von vorne los...

ich bewege mich auf die zeit zu, als der ganze alptraum anfing. vor einem jahr circa, war ich beim feinultraschall wo man mir sagte, frau d. ihrem sohn geht es sehr sehr gut, er wächst und gedeiht prima wenn er so weiter macht, wird er mit vier kilo auf die welt kommen, aber das werden wir wahrscheinlich nicht schaffen. rum....da war er der satz. nicht schaffen? warum, sie haben doch gerade gesagt, dass es dem kind gut geht. ja aber ihr körper, viel mehr ihre gebärmutter, die alte narbe, sehr sehr dünn....ihr bauch wird noch wachsen...wenn sie schmerzen bekommen, kommen sie bitte wieder zu uns...dann kontrollieren wir noch mal.... da hatte ich noch eine stärke von 3 cm an der narbe.....wir bekamen noch besuch, haben unsere welpen, die wir zu der zeit hatten noch an liebe familien abgegeben und dann zwei wochen später hatte ich schmerzen an der stelle der narbe. so fort viel mehr der satz der ärztin ein, wenn sie schmerzen haben, kommen sie bitte sofort hier hin...ich also meine kleine tochter eingepackt, und zum kh gefahren. dort die situation eklärt, ultraschall, unserem süßen ging es gut aber aber wir hatten nunmehr nur noch nen 1cm spielraum....dann ging alles ganz schnell. nicht mehr aufstehen, das bett wurde in das untersuchungszimmer gefahren...sie dürfen sich jetzt nicht mehr bewegen...wenn wir diese schwangerscahft erhalten wollen, dann nur noch mit ruhe....ruhr????wie denn bitte, meine tochter ist gerade 10 monate alt, ich muss nach hause, ich muss mutter sein...und noch so einiges anders. nein das geht jetzt nicht mehr, sie bleiben hier. völlig aufgelöst hab ich meinen mann angerufen, dass ich nicht mehr nach hause kommen. ich weiss noch wie er fragte, wie lange ich denn bleiben sollte und ich die ärztin anschaute und fragte wie lange ih bleiben muss, und sie sagte, bis die schwangerscahft beendet ist....ok hab ich gedacht, 38 ssw ist unser ziel.....ich sagte meinem mann, bis die ss beendet ist und er meinte du bist doch jetzt erst 22 ssw.....man rechne und staune 14 wochen kh.....oh gott. schenll meine mutter angerufen, weinend erklärt was los ist, dass jemand auf meine tochter aufpasst, schwiegermutter informiert, alles kamen und schnell war ein notfallplN ERSTELLT...jeder der mich kennt weiss wie schwer diese sache für mich war, denn ich bin immer auf den füßen, immer was am erledigen und was auch immer...und auf einmal von jetzt auf gleich hat man mir den stecker gezogen....ich kam auf ein zimmer mit einer anderen langzeitliegerin....und so lag ich dann da....einen tag, zwei tage, drei tage....ich fragte die ärzte was wir tun können....wir können nichts tun, wir können nur warten....was hat mein kind für eine chance wenn es jetzt auf die welt kommt? KEINE, es ist zu früh, dann können wir nichts tun....wir schicken ihnen einen kinderarzt der ihnen mal erklärt ab wann wir was machen können....und wieder zwei tage vergingen und ich bin fast verrückt geworden...immer wider streichelte ich mir über meinen langsam immer dicker werdenden bauch und sagte wir zwei, wir schaffen dass... pass auf im dezember, na gut ende november, wirst du das licht der welt erblicken und alles wird gut....egal ob ich hier schwielen am popo bekomme oder nicht....dann kam der kinderarzt....ein sehr sehr kompetenter, netter mensch...und ich fragte ihn schonungsos und ehrlich was ab wann auf uns zukommt....und er erzählte....und erzählte....und ich fragte ihn, wenn das kind jetzt kommen würde...und es nicht atmet, können wir es dann dabei belassen??denn ich bin der meinung, wenn er nicht von selber atmet, dann ist es noch nicht seine zeit.....es sprudelte so raus aus meinem mund, aber in dem moment fühlte ich mich auch schlecht...eigentlich lag ich im kh voller hoffnung und dann sprach ich solch einen gedanken aus....der arzt sagte mir, dass sie das aus ethischen gründen nicht könnten, sie müssten eingreifen und handeln und dann müßte man die weitere entwicklung beobachten....und dann entscheiden wie es weiter geht...und genau an diesem tag sagte ich dem arzt schon, dass ich meinen jungen gesund und munter bei mir wissen will, aber nicht um jeden preis....dieser arzt sagte, dass er meine einstellung toll finden würde, allerdings wäre das mit der geburt ja noch lang hin sein....so ging er aus dem zimmer und ich weiss nicht, mich überkam ein schlechtes gefühl und ich weinte....heute weiss ich was mir das gefühl sagen wollte.... (ich schreib ein anderes mal weiter, dass kostet zu viel kraft heute....)

2 Kommentare 7.8.08 22:09, kommentieren

Schmetterling

Heute auf der Arbeit hatte ich eine schöne Begegnung. An einem der Autos war ein Schmetterling, richtig schön, weiss mit einem schwarzen Punkt. Ich bin hin und konnte ihn tatsächlich auch auf meine Hand nehmen....dort blieb er und ich fühlte mich seit langen mal wieder so richtig wohlig.....er wollte gar nicht weg und hat mich mit seinem rüssel abgetastet (also rüssel ost übertrieben aber so was halt) und ich wußte, dass war mein tim, der mich besucht. ich bin von der anfallenden arbeit weg nach draussen und er saß immer noch auf meiner hand, wir haben zusammen die sonne genossen und ich habe mir fünf minuten genommen und ihm gesagt, wenn er tim sein sollte, wie sehr ich ihn liebe und vermisse....als ich dann weiter machen wollte hab ich ihn von meiner hand geschupst und er flog zirück auf das auto, an dem ich gerad dran war.....dort blieb er noch etwas danach hab ich ihn nicht mehr gesehen... ich weiss es hört sich total verrückt an, aber ich weiss das war mein tim und er hat mich gehört und mich besucht....ich bin so froh....

3 Kommentare 8.8.08 20:12, kommentieren

Horror II

so da war er raus aus dem zimmer, und ich wußte nicht mehr was ich denken und fühlen sollte....ich war wie gelähmt....wenn er jetzt kommen würde, keine chance, wenn er in zwei wochen kommt, dann erwarten uns hirnblutungen, infektionen und was nicht noch alles...und dann ist er auch noch ein junge, denen sagt man ja eh nach, dass die nicht so zäh sind....meine bettnachbarin war ca. 1,5 wochen weiter und bei ihr sah es auch nicht gut aus...sie war es die mich in den arm genommen hat und gesagt hat, daniela alles wird gut, du musst nur dran glauben....so haben wir uns beide die bäuche gestreichelt und schoki gegessen, denn das soll ja bekanntlich die nerven beruhigen...und so gingen die tage ins land....mit nichts tun, warten, decke anstarren, bücher lesen, talk shows gucken, schlafen, essen, langweilen und vor allem immer wenn meine tochter zu besuch kam, mußte ich mich besonders in acht nehmen, denn ich durfte sie nicht hoch heben, und nichts....und sie war doch noch so klein....und brauchte mich doch....so lagen wir manchmal gemeinsam im bett und haben zusammen einen mittagsschlaf gemacht.....1,5 wochen später die nächste hiopsbotschaft, wir würden ihnen gerne die lungenreife spritzen, bei frauen mit solchen uteruswänden, wie sie sie haben kann es ja mal ganz schnell gehen....ok, ich war jetzt 24+3 aber hallo, ziel ist doch 38 ssw....oh gott noch soooo lange.....wie soll man das schaffen?????aber meine angst galt der lungenreife, die hatte ich während meiner ersten ss auch schon bekommen, und die lösten heftigste wehen bei mir aus. problem nur, ich darf keinen wehenhemmer nehmen, wegen meinem schlechten herzen....so sagte ich zur ärztin was machen wir denn wenn ich wehen bekommen????ja dann müssen wir das kind holen, denn wehen sind für ihre gebärmutter ein einziger horror, das geht gar nicht....ok dann will ich die lungenreife jetzt nicht haben, denn die spritze macht wehen.....ja aber das geht so nicht, sie brauchen jetzt die lungenreife....ja aber warum ich hab doch noch zeit....ne haben wir nicht, was ist wenn irgendwas dazwischen kommt????ich hab mir etwas bedenkzeit gegeben, und wollte das in ruhe mit meinem mann besprechen....als er nach der arbeit kam, entschieden wir uns bis zum wochenende zu warten, für den fall das was passiert, damit er dabei sein kann....und da kam er, der freitag mit der ersten spritze....und ich war fix und fertig, unendlich angespannt...und was kam, wehen....und die angst, dass sie jetzt loslegen würden. oh nein, bitte kein 25 ssw kind, das wird doch im leben nicht gut gehen.....zum glück hatten wir einen kompetenten arzt, der empfiehl valium intravenös zu geben, denn das würde die gebärmutter auch beruhigen. auch wenn ich angst hatte, medikamente zu nehmen, so sagt ich sofort ja und nach einer ampulle war ich auf wolke sieben, aber die wehen gingen zurück....juhu...am nächsten tag noch mal eine spritze, noch mal valium, noch mal angst.....und immer in gedanken, jetzt ist es zu früh......und weiter gingen die tage ins land....nicht schnell aber sie gingen rum. so langsam gewöhnte ich mich an den krankenhausaufenthalt und auch an die tatsache das ich nun wirklich gar nichts machen durfte.....dann kam die geburt des kindes meiner zimmer nachbarin....sie war 26 ssw und hatte keinen durchfluss mehr in dem mutterkuchen....für sonntags war der ks dann angesetzt....abends haben wir zusammen gesessen und geweint weil uns beiden klar war, das es echt arsch früh war für eine geburt und das die chancen wirklich nicht recht hoch waren (hier sei gesagt, der kleinen geht es heute ganz ganz prima und sie ist top fit) ....wir haben noch mal ne fressorgie getätigt, noch mal geweint und dann war auch schon sonntag...sie hatten mich gebeten, sie zu begleiten, weil sie keinen hatte...gesagt getan....so saß ich vor der kreissaal tür und schickte ein stoßgebet, wohin auch immer....ich sah wie die bettnachbarin in den op geschoben wurde, ich sah wie die kinderärzte mit dem vorbeheizten inkubator kamen und eine leichte hektik ausbrach....und ich drückte mir die finger wund....und auf einmal sah ich, wie die hebamme aus dem op gerannt kam mit einem kleinen päckchen in der hand, und sie rannte über den flur, ins erstlingsversorgungszimmer....eine ganze ganze weile sah ich nichts mehr...und es dauerte und ich wurde immer nervöser weil ich dachte, bitte bitte lass da alles gut gehen. ich wußte das meine nachbarin kein soziales netz zum auffangen hätte, wenn da irgendwas schief gehen würde....immer wieder dachte ich bitte bitte nun kommt und bringt das kind bitte zur intensiv..und zwar lebend.....ja und da kamen sie, zwei intensivschwestern und der oberarzt persönlich (mein lieblingsdoc) und noch eine kinderärztin....und ich fragte die ärztin ob mit der kleinen so weit alles ok war....ihnen darf ich keine auskunft erteilen sie sehen nicht aus wie familie....blöde kuh, aber mein lieblingsdoch zeigte mit dem dauben nach ganz weit oben in die luft und ich wußte alles wird gut....am nächsten tag durfte meine bettnachbarin zur intensiv und sie filmte ihre kleine maus und erst da wurde mir bewußt, was es heißt, ein solches extrem frühchen zur welt zu bringen. in dem inkubator lag nur haut und knochen....so hilflos und doch so perfekt.....nach ein paar tagen fragte sie mich ob ich sie mal mit besuchen kommen möchte...das machte ich dann auch, weil ich irgendwie im gefühl hatte, das auch ich diese station noch betreten werde...da bin ich an den inkubator dran und hab erstmal geweint...klar der kleinen ging es gut, sie braucht nur c-pap beatmung, aber sooooo klein, 530 gr......meine bettnachbarin nannte sie immer liebevoll mein rollbraten......ich fasste mir immer automatisch an meinen bauch und sagte immer: tim du bleibst wo du bist, hörst du, mama hat für sowas keine nerven. denn das war mir klar, so klein, so zerbrechlich, das würd ich nicht schaffen....dann lieber noch 20 wochen im kh liegen als diesen nervenkrieg mitzumachen....immer hoffen und bangen, ob die nächste nacht immer noch einen schönen morgen bringen würde..... tja nach weiteren zwei wochen wurde meine nachbarin entlassen, und so war meine erste etappe erledigt...ich sollte eine neue nachbarin bekommen, bekam ich auch, eine die am nächsten tag in der 39 ssw ihr kind bekommen sollte....ne das konnte ich nicht. meine nerven lagen blank und jetzt noch ein kerngesundes kind, wo ich doch gerade gedanklich durch die hölle ging...ne auf gar keinen fall. zum glück wusste ich das noch eine langzeitliegerin da war (sie erwartete 4-linge) und so ging ich (obwohl ich nicht durfte) zu ihr aufs zimmer und fragte ob wir nicht noch ein paar wochen zusammen brühten sollten...sie war sofort einverstanden und die schwestern auch, so dass einem umzug nichts mehr im wege stand....und auch mit ihr verging die zeit ganz prima, wir haben uns gut verstanden und sie war kurz vor der 32 ssw, was mit vierlingen eine sensation ist...hier wurde alles systematisch geplant, denn ein ks mit 4 kindern ist ein ungeheures planungsereignis, wenn man bedenkt, dass für jedes kind zwei intensivschwestern und ein kinderrzt da sein muss. und bei einer normalen schicht haben die nicht so eine besetzung, also mußte es zum schichtwechsel geplant werden usw....und da war er dann, der tag x, die vier kamen zur welt, 4 mädchen zwichen 1300 und 1500 gramm und gesund und munter....ich hab mich so gefreut denn sie hatte echt eine schwere zeit, mit dem dicken bauch und kaum mehr essen können und was auch noch alles an schwierigkeiten da war....ich war mitlerweile 28 ssw und dachte nicht im geringsten an einen ks....ja ich hatte schwielen am po und bin manchmal morgens still und heimlich ein paar schritte gegangen denn sonst wär ich tatsächlich amok gelaufen....und zunehmend schmerze meine narbe...ich hatte eh schon seid ein paar untersuchungen nur noch 1 mm narbengewebe, was also tatsächlich mehr als kritisch war aber nun ja....mitlerweile hatte tim die 1000 gr. marke erricht und irgendwie dachte ich, nun kann ja nichts mehr passieren.....1000 gr die kinder schaffen das alle....und am we hatte ich wirklich dolle schmerzen...der doc machte ultraschall und meinte er wisse nicht genau aber die schmerzen dürften nicht bleiben, das wär nicht gut...also hab ich die zähne zusammen gebissen und nichts mehr gesagt...ich merke aber wie es immer schlimmer wurde, so dass ich dienstags morgens noch vor dem frühstück zum ctg wollte...gemacht, getan, nur das der oberarzt auch schon auf mich wartete...ich weiss noch, ich lag auf der liege, und das ctg wurde gerade angeschlossen. alles war ok, bis auf diese schmerzen...der doc nahm meine hand und schaute mir tief in die augen....können sie mir die schmerzen mal erklären????das tat ich dann. er schaute mich an und sagte...ja warum sind sie auch über den flur gelaufen? da hab ich noch zu ihm gesagt, ja weil ich schwielen am arsch hab und fünf meter echt nicht schaden können....und er streichelte meine hand und sagte dann ganz ruhig.....es tut mir leid....ich hab sie so gern und wir haben wirklich alles getan aber wir müssen jetzt den ks machen, sonst reisst die narbe, dass kann ich nicht verantworten.....ich wußte gar nicht wie mir geschah....nein ich will das nicht, nicht heute, nicht hier, nicht jetzt....nein bitte bitte nicht.... er ist doch noch nicht so weit.....ich bin doch erst 29 ssw und ich wollte doch wenigstens bis zu 34 ssw....wir haben doch gesagt 09.11.....da sagte der arzt zu mir, dann wird es heute wohl der 09.10, auch ein schöner tag um geboren zu werden....immer wieder flehte ich ihn an aber durch meine aufregung bekam ich auch noch wehen, die er zum anlass nahm jetzt noch mehr gas zu geben...ich sagte, ok dann möchte ich jetzt bitte auf mein zimmer....ne sie kommen erst nach dem ks zurück auf ihr zimmer...die lieben hebammen standen schon da, mit meinem bett, mit den op sachen....ich sagte, wir müssen noch meinen mann rufen, das taten sie dann auch...zum glück hat er zu dem zeitpunkt noch in der klinik gearbeitet, so dass er fünf minuten später völlig bleich vor mir stand...was passiert jetzt sagte er????ich sag, sie wollen tim holen, jetzt und heute, es gibt kein zurück mehr und ich weinte aus tiefstem herzen...und direkt der gedanke, das schaffen wir nicht...aber wem sollte ich das jetzt sagen???? (später dann weiter.....)

3 Kommentare 8.8.08 22:03, kommentieren

teil III

nachdem mir mein mann mein handy aus dem zimmer geholt hat, ging ein wenig die panik los...nadel legen für die narkose, kardiologen anfunken, wegen meinem herzen.....und ich saß im kreissaal auf einem besucherstuhl und dachte nur das darf doch jetzt alles nicht wahr sein. nicht heute....da kam eine der lieben hebammen und bracht mir mein op kleidchen und die süßen strümpfe....ich wußte gar nicht mehr was ich denken sollte. mich beschleichte immer und immer wieder dieses gefühl das hier irgendwas nicht stimmt....zwei stunden später dann kamen sie mich um mich für die narkose abzuholen. ich durfte mir aussuchen in welchem op ich entbinden möchte und das war ja schon mal nett. schnell mit dem bett zum anesthesisten....und dann ging der ganze horror los, katzenbuckel machen, luft holen, rein mit der nadel, keine 10 min. später war klar, dieser akt war umsonst, der gute arzt hatte sich verstochen (pda, was sowieso so nicht abgesprochen war) noch ein zweiter versuch, wieder daneben, noch ein dritter versuch, wieder daneben bis ich sagte, danke herr....jetzt bitte jemand anders. mitlerweile war nämlich schon eine stunde um und alles wartete und meine nerven waren zum zerrreissen gespannt...ok die oberärztin kam und legte mir dann, wie vereinbart eine spinale....und auch hier hatte ich ein komisches gefühl....auf dem weg zurück in den op noch mal kurz anhalten, meine blase meldete sich, und ich hatte den lacher mal wieder auf meiner seite....ok endlich zurück im kreissaal, mein mann war auch schon umgezogen....ab in den op, mein herz raste, 180 puls, die anesthesistin panik, denn so hoch ist nicht wirklich prima....also hab ich versucht wieder runter zu kommen aber es ging einfach nicht...ok der gyn schon etwas hektisch, das wir jetzt mal starten müssten....noch mal ein ctg...ich war schweiss gebadet und dann schnitt....und ich dachte, mich trifft der schlag, auch diese narkose schien nicht im ansatz zu wirken. ich hatte solche schmerzen, dass kann sich keiner denken, ich schrie ganz laut aufhören, es tut so weh...mein mann hielt meine hand und sagte schatz was ist denn los???ich sagte nur das ich solche schmerzen hätte....die ärztin schaute mich an und wußte scheinbar das ich nicht lügen würde....dann gab sie mir irgendwas was wirklich gut war....eigentlich sollte mich das zum schlafen bringen aber ich war doch so nervös, hatte ich doch so eine angst, dass ich den ersten schrei meines sohnes verpassen könnte....ich scherzelte noch rum ob sie noch lange bräuchten und das würden keine 20 cm mehr sein bis sie tim hätten (davon weiss ich nichts mehr...) und dann war tim geboren. mein mann hat mir im nachhinein erzählt das er einen zarten schrei getätigt hat....ich weiss leider nichts mehr.....nur das ich meinen mann raus geschickt habe mit tim, er sollte nach unserem jungen gucken, ob alles gut ist, alles dran und wie er sich macht....dann weiß ich erst wieder was, da lieg ich schon in meinem bett, hab die glückwunschkarte vom kh in meiner hand, und meine mutter mit ihrem mann, und meine leni mit schwiegermutter sind da. alle gratulieren und ich weiss gar nicht was ich sagen soll. hatte ich doch immer noch im gefühl das irgendwas nicht stimmt. alle sagten tim geht es sehr gut, er wird jetzt auf die intensiv gebracht, mein mann darf in zwei stunden noch mal hin, bis dahin wär dort alles für ihn fertig....und ich schaute mir sein bild an. so klein, so zart aber so unendlich süß...mein sohn....die hebammen kamen noch und sagten mir wie süß der kleine fratz doch ist und das alles, abgesehen von der narkose, super gelaufen sei....ich sollte mir keine sorgen machen...aber ich machte mir welche...alle 5 min. fragte ich ob die zwei stunden denn schon um wären....bis es dann endlich soweit war. mein mann ging zu tim und als er wieder kam sagte er, so dem kleinen geht es sehr sehr gut, er atmet selbstständig und hatte wohl auch schon hunger :-) ich war so unendlich glücklich aber mein herz war schwer wie sonst was. ich war so enttäuscht ihn noch nicht gesehen zu haben, ihm noch keinen kuß gegeben zu haben, ihn noch nicht gestreichelt zu haben und am schwersten war es, dass er jetzt nicht bei mir war...er war da, aber irgendwie auch nicht....die karte mit seinem foto ließ ich nicht los...ich hielt sie die ganze zeit in der rechten hand und schlief sogar mit ihr immer und immer wieder ein...und immer wenn ich wieder wach wurde, öffnete ich die karte, mit dem bild und sagte mein tim, mein junge....gegen abend wurde ich wieder in mein zimmer verlegt und ich schickte uwe noch einmal zu tim...dort war alles beim alten, bis auf die tatsache das er eine spritze bekommen hatte fürs atmen, denn so einfach schien es dann doch nicht zu sein. allerdings sagten die ärzte das würde keine beunruhigung dar stellen, dass sei ok, nicht gewöhnlich für die ssw aber ok. ist ja auch ein junge...und da war es wieder das gefühl das hier irgendwas in die falsche richtung läuft. abends dann hab ich noch mal auf der intensiv angerufen und nachgehorcht aber es schien soweit alles ok. mein mann ging völlig ko nach hause und schrieb mir noch ne sms, wie stolz und glücklich er sei und endlich wären wir zu viert und ich hätte das alles ganz ganz prima gemacht...und wieder nahm ich mir das foto und schaute mir tim an und wieder wurd mein herz schwer...dann schlief ich ein...gegen 4 uhr morgens wurd ich wach und mein erster gedanke galt tim...also intensiv angerufen....die nacht sei ok aber er könnte es tatsächlich besser machen, sie hätten sich mehr erwartet. wie mehr erwartet???ja wir würden ja eh nach her kommen, dann könnten wir noch mal sprechen...ok da war die nacht für mich vorbei....aber aufstehen ging ja noch nicht, ich sollte bis zum frühstück warten...mensch die zeit ging und ging einfach nicht um...dann kam sie die schwester zum wecken und ich sagte, dass ich sofort aus dem bett müßte...sie grinste nur und sagte ich solle es langsam angehen lassen. ne hab ihc gesagt, für langsam hab ich keine zeit ich muss zu meinem kind....

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